Das hier ist eine Predigt über den Teufel. Natürlich ganz anders, als Sie vielleicht denken. Meine Überlegungen begannen mit dieser Zeitungsmeldung … 

In Hombrechtikon ZH ist die Hölle los. Seit 20 Minuten enthüllte, dass am Montagabend ein Neonazi-Fackelzug stattgefunden hat, sind die Telefonleitungen der Gemeindeverwaltung überlastet und die gewünschten Personen nur schwer erreichbar (Meldung der Pendlerzeitung 20min).

In Hombrechtikon ZH ist die Hölle los. Seit 20 Minuten enthüllte, dass am Montagabend ein Neonazi-Fackelzug stattgefunden hat, sind die Telefonleitungen der Gemeindeverwaltung überlastet und die gewünschten Personen nur schwer erreichbar (Meldung der Pendlerzeitung 20min).

Früher glaubten die Menschen wirklich daran, dass es den Teufel in Person gibt. Man schrieb allerdings auch gerne seinen politischen und theologischen Gegnern zu, dieser Teufel höchstpersönlich zu sein.

Ist das alles nur ein Kinderglaube, der einem aufgeklärten Menschen schlecht ansteht, oder geht jener Teufel gar heute noch um, und braucht es daher richtige Exorzisten, wie ein Churer Domherr noch im Jahr 2008 meinte? Wie können wir evangelische Christen dazu stehen?

Ich probiere, anhand eines neutestamentlichen Textes über eine Begegnung Jesu mit dem Teufel (Matthäus 4,1-11) darauf eine Antwort zu geben.

Leider waren die Umstände so, dass ich den Lesung des Bibeltextes nicht mit aufnehmen konnte. Deshalb empfehle ich Ihnen, diesen Text erst einmal in Ruhe durchzulesen, um dann die Predigt anzuhören, die ich am 19. Februar 2012 in Untervaz gehalten habe.

Jesus wurde vom Geist Gottes in die Wüste geführt, um vom Teufel versucht zu werden. Vierzig Tage und vierzig Nächte fastete er, danach hungerte ihn. Da tritt der Versucher an ihn heran und sagt zu ihm:

Wenn du Gottes Sohn bist, dann sag diesen Steinen da, sie sollen zu Brot werden.

Er entgegnet: Es steht geschrieben: Nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.

Dann nimmt ihn der Teufel mit in die heilige Stadt, und er stellt ihn auf die Zinne des Tempels. Und er sagt zu ihm:

Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürze dich hinab. Denn es steht geschrieben: Seine Engel ruft er für dich herbei, und sie werden dich auf Händen tragen, damit dein Fuss nicht an einen Stein stosse.

Da sagt Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.

Wieder nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Königreiche der Welt und ihre Pracht. Und er sagt zu ihm: Dies alles werde ich dir geben, wenn du dich niederwirfst und mich anbetest.

Da sagt Jesus zu ihm: Fort mit dir, Satan. Denn es steht geschrieben: Zum Herrn, deinem Gott, sollst du beten und ihm allein dienen.

Da lässt der Teufel von ihm ab. Es kamen Engel und dienten ihm.

 Kein Licht ohne Schatten. Eine Predigt über den Teufel (mp3)